Ich lege größten Wert auf gesunde Ragdolls

Um die zwei gefährlichsten Erbkrankheiten PKD und HCM auszuschließen, züchte ich nur mit Zuchttieren aus geschallten Linien. Darüber hinaus sind meine Zuchttiere auf FIV und Leukose gestestet, aus FIP freien Linien, sowie gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche geimpft.

Nachfgolgend die Beschreibung der häufigsten Krankheiten:

Die Erbkrankheit - HCM

HCM ist eine Erkrankung des Herzmuskels. Sie ist die am häufigsten diagnostizierte Herzerkrankung bei Katzen.

Wesentliche Krankheitszeichen sind:
Kugel eine Verdickung der Wand der linken Herzkammer, die sowohl global als auch regional sein kann Kugel eine Verdickung der Papillarmuskeln Kugel eine systolische Vorwärtsbewegung der Mitralklappe Kugel schließlich eine Vergrößerung der linken Herzkammer Kugel letztendlich Herzschwäche und Herzversagen.

Der Tod durch HCM kann durch drei Mechanismen erfolgen:
Kugel durch plötzlichen Herztod, durch Herzversagen oder Herzschwäche.

Die echokardiographische Untersuchung (HCM-Schall) ist die sicherste Möglichkeit, die Krankheit zu diagnostizieren. Diese Untersuchung ist allerdings erst im Alter ab 3 Jahr sinnvoll, wenn bereits krankhafte Veränderungen des Herzens zu sehen sind. Ein DNA-Test ist sinnvoll, aber
ein kleines Restrisiko ist noch vorhanden, es sei denn die Zuchttiere stammen aus geschallten Linien (wie es bei mir der Fall ist).

Der Erbgang

Die HCM bei der Ragdoll wird dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Elterntier zu dieser Erkrankung führt.

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Die Erbkrankheit - PKD

Ist eine weit verbreitete und vererbbare Nierenerkrankung. Die PKD kann als bedeutendste vererbte Erkrankung bei der Katze angesehen werden. Sie führt neben der Bildung von Zysten in Leber und Bauchspeicheldrüse zur Bildung von flüssigkeitsgefüllten Zysten in der Niere, die letztendlich das Nierenversagen verursachen, das zum Tode einer betroffenen Katze führt. Die PKD tritt im jugendlichen Alter der Katze auf. Ein DNA-Test ist deshalb vor dem Einsatz der Katze in die Zucht erforderlich (was bei mir immer der Fall ist).

PKD - Der Erbgang

Die PKD bei der Katze wird autosomal dominant vererbt, das bedeutet, dass bereits ein betroffenes Allel zu dieser Erkrankung führt. Reinerbig von der PKD betroffene Katzen konnten im Labor von Leslie Lyons in den USA bislang nicht identifiziert werden, was darauf hindeutet, dass möglicherweise diese Katzen als Embryo absterben.

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Feline Immunodeficiency Virus (FIV)

Die Immunschwäche-Krankeit FIV ist eine durch das Feline Immunschwäche Virus (FIV) ausgelöste Infektionskrankheit, auch bekannt unter der Bezeichnung Katzen-Aids. Das FIV-Virus gehört - ähnlich wie auch das FeLV Leukämie Virus - zur Gruppe der Retroviridae (Retroviren). Im Gegensatz zum FeLV ist das FIV-Virus jedoch ein sogenanntes "schleichender Virus", Lentivirus. Lentiviren verursachen unterschiedliche Erkrankungen bei verschiedenen Tierarten (wie z.B. Lungenentzündung bei Schafen oder Blutarmut bei Pferden), sowie beim Menschen die Immunschwäsche Krankheit AIDS, weshalb die Feline Immunschwäche auch als Katzen-Aids bezeichnet wird.

Ähnlich dem Menschen, so können auch infizierte Katzen trotz des Katzen-Aids Jahre ohne Auffälligkeit oder Anzeichen einer Krankheit leben. Da das Katzen-Aids das Immunsystem der Katze angreift und schwächt, kann es jedoch u.a. zu Infektionen kommen, die durch die geschwächten Abwehrkräfte nur schwer durch die Katze selbst geheilt werden können. Eine erneute Infektion fürht dann meist zum Tod der erkrankten, FIV-positiven Katze.

Die Diagnose wird durch einen FIV-Antkörper-Bluttest festgestellt (was bei meinen Zuchttieren immer vorliegt - natürlich negativ). Einen sicheren Impfschutz gegen Katzen-Aids gibt es bislang nicht.!

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FeLV Leukose - Felines Leukämie Virus

Bei der Katzenleukose handelt es sich um eine Leukämie-Erkrankung der Katze (Katzenleukämie) durch das Feline Leukämievirus FeLV. Diese schwerwiegende Erkrankung ist die bei Katzen am häufigsten auftretende Infektionskrankheit. Die Leukose muss nicht bereits zum Ausbruch gekommen sein, um auf gesunde Tiere durch Speichel oder Tränenflüssigkeit, sowie durch infizierte Gegenstände übertragen zu werden um zur Ansteckung zu führen. Die Inkubationszeit (von der Ansteckung bis zum Krankheitsausbruch) kann Monate oder gar Jahre betragen, auch kann eine bereits erkrankte Katze noch Monate oder Jahre am Leben bleiben.

Die Symptome der Katzenleukämie sind sehr vielfaltig und reichen von Blut im Kot, Appetitlosigkeit und Durchfall über geschwollene Lymphknoten, Atembeschwerden und starkem Durst bis hin zur Entwicklung von bösartigen Tumoren (Krebs) und einem veränderten Blutbild sowie der Schwächung des körpereigenen Immunsystems der Katze.

Die Diagnose der Katzenleukose kann durch Bluttests festgestellt werden (alle meine Zuchttiere sind negativ auf Leukose getestet). Für diese Erkrankung gibt es eine Impfung.

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FIP (Bauchfellentzündung) - Feline Infektiöse Peritonitis

Die Feline Infektiöse Peritonitis, kurz FIP genannt, ist eine Infektionskrankheit des Bauchfells der Katze. Bei der FIP (Bauchwassersucht) handelt es sich um eine Viruserkrankung, welche vererbt werden kann. Es gibt zwei Formen, die trockene und die feuchte Bauchwassersucht.

Es wird heute davon ausgegangen, dass der Auslöser eine Mutation des Coronavirus ist, die z.B. bei Stress der Katze ausgelöst wird. Coronaviren sind in der nicht mutierten Form oft Auslöser für Durchfall der Katze. Die meisten Katzen sind bereits mit diesem Virus in Kontakt gekommen. Der Viruskontakt ist im Blut nachweisbar (Antikörperbestimmung), die Zahl der Antikörper wird durch einen Titerwert, z.B. 1:100 ausgedrückt. Ein festgestellter Titer lässt leider noch keinerlei Aussage darüber zu, ob die Katze an FIP erkrankt ist, sondern gibt lediglich Auskunft darüber, ob die Katze Viruskontakt (das ist wahrscheinlich die harmlose Variante des Coronavirus) hatte. Zur Erhärtung einer Vermutung auf FIP wären neben Festststellungen zum Allgemeinzustand der Katze umfangreiche Blutuntersuchungen nötig (grosses Blutbild). Eine zweifelsfreie Diagnose lässt sich bisher nur am toten Tier vornehmen.

Eine ausgebrochene FIP-Infektion verläuft tödlich. Meist sind Jungtiere betroffen. (Meine Zuchttiere stammen aus Linien in denen kein FIP-Fall bekannt ist, denn es hat sich gezeigt, dass diese Imunschwäche vererbt wird!)

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Katzenschnupfen - Feline Virale Rhinotracheitis

Beim Katzenschnupfen handelt es sich um eine Infektionskrankheit der Katze (Feline Virale Rhinotracheitis), die durch verschiedene Viren wie Calici-Viren, Herpes-Viren, sowie verschiedene Bakterien wie Mykoplasmen (auch Mollicutes oder Pleuropneumonia Like Organisms, PPLO genannt) und Chlamydien ausgelöst und übertragen wird.

Katzenschnupfen ist ansteckend, der Kontakt einer infizierten Katze mit anderen, gesunden Katzen sollte deshalb unbedingt vermieden werden, da die Krankheitserreger des Katzenschnupfens durch Tröpfchen von Nasensekret, Tränenflüssigkeit und Speichel übertragen werden und zur Ansteckung führen können. Auch kontaminierte Gegenstände (Näpfe u.ä.) können die Katzenschnupfen-Erreger auf gesunde Tiere übertragen und zur Infektion führen.

Durch Impfung (eine Standardimpfung für Katzen beim Tierarzt) kann der Ansteckung und Erkrankung erfolgreich vorgebeugt werden.

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FIE - Katzenseuche

Die Katzenseuche ist eine Viruserkrankung, die durch das Feline Panleukopenie-Virus hervorgerufen wird. Auch die Bezeichnungen Feline Infektiöse Enteritis (FIE) oder Feline Parvovirose sind gebräuchlich. Das sehr kleine Virus führt zu Erbrechen, Fieber (bis zu 41 Grad), starken - teilweise blutigen - Durchfällen und damit verbundenem starken Flüssigkeitsverlust. Gleichzeitig wird durch die Erkrankung das Immunsystem der Katze geschwächt.

Die Infektion ist bei Freigängern ebenso möglich wie bei reinen Wohnungskatzen, da das Virus auch außerhalb des Katzenkörpers sehr stabil ist und somit z.B. über Kleidung und Schuhe in die Wohnung eingeschleppt werden kann.

Ein Schutz ist durch eine regelmäßige Impfung gewährleistet. Die erste Impfung sollte nach einem Jahr aufgefrischt und dann alle 3 Jahre wiederholt werden, auch wenn amerikanische Studien davon ausgehen, dass die Immunität etwa 7 Jahre lang anhält.

Ich investiere sehr viel Geld in die Gesundheit meiner Zuchttiere, deshalb kann ich kein Kitten verschenken bzw. unter Wert verkaufen! Gesundheit hat seinen Preis und jemand der mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, weiß meine Zucht zu schätzen.
 
 
© Design, Fotos, Bilder & Texte: Beate Dressel
 
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